20150412_123703Da wir in den letzten Wochen und Monaten außerordentlich produktiv waren (lol), haben wir uns vom 10. bis 12. April kurzerhand eine Auszeit genommen und zur Abwechslung mal ausgiebig der Todsünde der Faulheit gefrönt. Da wir unsere Seelen aber noch tiefer ins Höllenfeuer stoßen wollten als die eines ordinären Slowsubbers, haben wir uns auch gleich noch der Wollust und der Völlerei hingegeben. Dazu später mehr. Und wo könnte man seine eigene Verkommenheit besser zelebrieren als an einem Ort, an dem verlorene Seelen und gescheiterte Existenzen sich in Scharen tummeln! Kurzum, wir haben eine Anime/Manga-Convention besucht. Aber nicht irgendeine, wir sind ja auch nicht irgendwer! Nope, wir waren auf der einzig wahren Animuc. Die findet einmal im Jahr an drei Tagen in der Nähe von München statt. Aber das wusstet ihr ja schon. Falls dem nicht so war, dann steht es euch frei, euch in angemessenem Rahmen zu schämen.

[spoiler show=“Was haben sie denn dieses Jahr angestellt?“ hide=“Okay… zu viel Information…“]

   Wie es der Zufall so wollte, rückten wir am Freitag mit fast derselben Besetzung wie im Vorjahr an. Der einzige Unterschied bestand darin, dass wir vom japanischen Kaiser die drakonische Auflage bekommen hatten, uns an die Frauenquote zu halten, sodass wir leider auf Bioschoker und Solty, die sich einer Geschlechtsumwandlung kategorisch verweigerten, verzichten und stattdessen Fansub-fernes weibliches Menschenmaterial (hallo Maiki) in unser Kader integrieren mussten. Wir haben diese knallharte Umstellung knapp überlebt, lediglich Diskodier erlitt einen mittelschweren Fall von schweizer babylonischer Sprachverwirrung. Weniger Glück hatte unser Seelenfresser und nicht zu bremsender Elite-Foto-Sniper Raziel, der nur mit einem rohen Ei und einem halben Excalibur bewaffnet gegen ein radioaktiv verstrahltes Pikachu kämpfen musste, um überhaupt noch eine Eintrittskarte für das bayrische Eldorado des sinnlosen Geldausgebens zu ergattern. Am Ende war alles gut und wir standen/liefen uns die Füße wund, bewunderten tolles Cosplay, lästerten über schlechtes Cosplay und gaben unnötig Geld für gebrauchte Manga aus. Bei dieser Gelegenheit ein Kompliment an die Helfer der Animuc, die sich immer wieder dem Sturm der Otakuhorden beim Bring&Buy stellen müssen. Mit einem zünftigen Mahl im charmanten Klosterstüberl beendeten wir den Tag. Wir nutzten diese Gelegenheit, um das Fassungsvermögen von Anubis‚ Magen einer Prüfung auf Herz, Nieren und Schweinesteak zu unterziehen.
   Der nächste Morgen kam eindeutig zu früh und zu einer absolut unchristlichen Uhrzeit – nicht, dass wir es abseits von Saint Young Men so genau nähmen mit dem Christentum – mussten wir wieder auf der Animuc antanzen. Warum wir das mussten? Weil Blubb, neuerdings beglückter Inhaber eines Hatchune-Miku-Plüschis, und Rasparr, hoffnungsloser Kana-Hanazawa-Fanboy, einen Vortrag zum Thema Fansub hielten, der auch dieses Jahr wieder gut ankam. Aber um 10:00 Uhr! Am Morgen! Mitten in der Tiefschlafphase des durchschnittlichen Otaku! Das ist Folter! Mord! Illuminatenwerk! Ich ruf die Küstenwache! Und Aiman Abdallah! … Meh, Schwamm drüber. Anschließend taten wir im Grunde wieder dasselbe wie am Vortag: Unser unter Magenkrämpfen vom Mund abgespartes Kupfergeld für überteuertes, chemikalienbelastetes Spielzeug aus Singapur und schwarzweiße Schmuddelheftchen ausgeben. Bei einem todlangweiligen lehrreichen Vortrag über Anime im Zweiten Weltkrieg vermittelte ein bärtiger Mann dem ebenfalls bärtigen Brochuss das Wissen, dass die notgeile Spinne, die dem kleinen Marienkäfermädchen nachstellt, der wohl erste Lolicon der Animegeschichte war. Was auch erklärt, warum alle so eine Angst vor diesen Mistviechern haben. Vor Spinnen, meine ich, nicht vor Lolicons. Weil wir am Ende des Tages zu pleite für menschenwürdiges Essen waren, konsumierten wir in heiterer Runde gewisse kreisförmige, typisch italienische Gerichte. Bis zur Ekstase geschürt wurde die Heiterkeit von einer Runde Mario Kart 7. Entsetzt über die Fahrkünste ihrer Teamkollegen entzog sich SN-Vizechefin Hayate durch gekonnt ausgeführten Dreiviertelschlaf der virtuellen Gefahrenzone.
   Tag drei! Gemäß den Überlieferungen des Mabinogion nutzten wir Totengottkätzchen diesen Tag, um wie ein Schwarm ausgehungerter Wüstenheuschrecken über den Figurenhändler unseres Vertrauens herzufallen und mit dem Geld, das wir mit dem Verkauf unserer entbehrlichen Organe an zwielichtige Kittelträger erwirtschaftet haben, noch mehr vollbusige Mädchen aus Plastik für unsere stinkenden Otakuhöhlen zu kaufen. SN-Oberkater Ley führte die Verhandlungen härter als Kruppstahl, sodass wir hinterher zumindest noch etwas Kleingeld für den Bus und eine feuchte Scheibe Toast hatten. Womit auch dieser Tag überstanden war und das allgemeine Abreisefieber einsetzte. Einzig Umsatzkönigin Keiko und Cosplayprinzessin Nagisa blieben zurück. Es heißt, sie wollten nicht mit gefährlichen Sonderlingen wie dem Rest des Teams in Verbindung gebracht werden. Verständlich.[/spoiler]
Figuya_BannerEs folgt ein wenig schamlose Werbung für den Figurenhändler unseres Vertrauens, Figuya. Die Truppe rund um Figuya-Chefin Jessica hat uns auch dieses Jahr wieder einige Hundert Euro aus den klammen Geldbeuteln gelockt. Schöne Partner sind das! Natürlich möchten wir euch nicht vorenthalten, mit welchen Schmuckstücken aus Figuyas Sortiment wir unseren erbarmungswürdigen Mangel an Hygiene, gutem Aussehen und sozialer Anerkennung zu kompensieren versuchen.

[spoiler show=“In Kauflaune geraten“ hide=“Okay, das Sparbuch ist geplündert“]

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Links Zerstörer Amatsukaze (Raziel), rechts Zerstörer Shimakaze (Rasparr), beide aus Kantai Collection.

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Links Yuuki Asuna (Brochuss), rechts Sinon (Maiki), beide aus Sword Art Online.

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Links Araragi Koyomi (Rasparr) aus Monogatari, rechts Lisbeth (Ley) aus Sword Art Online.[/spoiler]

Viel Spaß mit… öh… nichts?
Euer SN-Subs-Team

 

PS: Wer diesen Artikel zur Gänze liest und/oder ernst nimmt, ist selbst schuld, ätsch~